Ausser Haus
Der Rundgang ist die Möglichkeit, einer interessierten Öffentlichkeit, Einblicke in den Arbeitsprozess und die Ergebnisse der künstlerischen Lehre der Studierenden an der Udk zu gewähren. Betrachtet man den Zustand der UdK, besonders im Fachbereich 1 genauer, wird schnell klar, dass an einer Universität an der aktuell und in Zukunft ein massiver Mangel an Professoren herrscht, eine gute freie Lehre unmöglich ist. Sieben Professoren scheiden bis 2007 aus, Nachfolge größtenteils ungeklärt. Zwei hochkarätige Professoren, Prof. Douglas und Richter, kündigen und es wird nichts unternommen sie zum Bleiben zu bewegen. Andere Professoren wollen verlängern um Ihre sehr erfolgreiche Lehre fortsetzen zu können und treffen auf unverständliche, absurde Widerstände. In naher Zukunft wird eine qualitativ hochwertige Lehre, wie Sie von der Universität angepriesen wird, nicht mehr zu realisieren sein. Unflexibilität und Ma/Ba beschneiden die freie Lehre auf ein inakzeptables Maß. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es nicht ausreicht, dass einige wenige, wenn überhaupt, sich aufreiben um die Fakultät aus der Krise zu reißen. Dass das Problem nicht nur ein Problem der Studierenden ist, zeigt der Fakt, dass sowohl der Dekan als auch der Prodekan sich wegen mangelndem Engagement in der Kollegschaft nicht in der Lage sahen, die Arbeit fortzuführen und Ihre Posten niederlegten. Auch der Institutsrat trat wegen mangelnder Kooperation geschlossen zurück. Was kann in so einem Klima entstehen, was es sich auf einem Rundgang zu präsentieren lohnt? Nichts gutes!!
Darum haben sich die Studierenden zusammengesetzt um ähnliche Probleme aus der Vergangenheit, mangelndes hochschulpolitisches Interesse und Trägheit anzugehen um im eigenen Sinne und im Sinne einer gute und besonderen Lehre an der Udk die Kräfte zu bündeln.
Wir haben uns entschlossen auf dem Rundgang auszustellen was hier momentan entstehen kann, nämlich nichts!
Die Wände werden größtenteils weiß bleiben. Nichts desto trotz haben die Studenten natürlich gearbeitet, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und werden es auch in Zukunft tun, vieles in Eigeninitiative. Dies ist der Grund, dass in diesem Jahr die Arbeiten aus dem Hochschulkontext gelöst werden und in einem eigenständigen, selbstorganisierten Rahmen extern präsentiert werden.
Ziel ist es neue Ansätze zu erörtern und die Politik wie auch die UdK an Ihre Verantwortung zu verweisen.




